„EXPERTENTIPP – Polizei“ heißt meine Kolumne auf der Ratgeberseite der Volksstimme, in der ich immer wieder einmal über aktuelle Fälle aus Sachsen-Anhalt informiere und Tipps zur Kriminalitätsvorbeugung gebe.

Cartoons von Sven Kirchner

 

 

Unbestellte Weinsendung

Neuerdings verschickt ein Unternehmen unter der Adresse Versand@Hugo Auftragsbestätigungen über angebliche Bestellungen von Spirituosen, die nie in Auftrag gegeben wurden.

 

Verständlich, dass sich Irritationen einstellen, wenn man plötzlich per E-Mail erfährt, dass drei Kisten hochwertiger Wein im Wert von einigen hundert Euro auf der Reise sind. Aber Gott sei Dank steht in der E-Mail der Hinweis, dass man sich bei Fragen, Änderungen oder Wünschen bezüglich der Bestellung an die 24-Stunden-Service-Hotline wenden kann. Natürlich will man solch eine unbestellte Ware gar nicht erst ins Haus bekommen, deshalb macht ein Gespräch mit den Damen oder Herren vom 24-Stunden-Service schon Sinn. Eigentlich richtig, wenn da nicht eine 0900er Nummer stehen würde. Diese kostet, je nach Anbieter, drei Euro pro Minute oder 30 Euro je Verbindung. Eine Zwangstrennung erfolgt bei der 3-Euro-Variante nach einer Stunde. Egal, welche Variante der 24-Stunden-Service nutzt, es bringt den Hotline-Besitzern auf alle Fälle satten Gewinn. Für Sie springt lediglich ein saftiges Defizit in Ihrem Portemonnaie heraus, wenn der Service nach lange dauernder Prüfung Ihrer Beanstandung feststellt, dass es sich leider um ein »Versehen« handelt.

Schon bei Ankündigungen nicht bestellter Sendungen sollten Sie nur per Mail reagieren aber auf keinen Fall zurück rufen. Trudeln Rechnungen für nicht bestellte Ware ein, erklären Sie die Situation und sitzen sie eventuell folgende Mahnungen einfach aus. Erst wenn Sie eine Mahnung von einem Amtsgericht bekommen, müssen Sie ausführlich, unter Beilage der Anschreiben antworten.

Bei unbestellten Paketen, die Ihnen zugestellt werden, geben Sie dem Versandhändler die Möglichkeit, Ihnen ein Rücksendeetikett zu schicken oder die Ware persönlich abzuholen. Rücksendung nie auf Ihre Kosten. Erstatten Sie bei einem offensichtlichen Betrugsversuch Anzeige bei der Polizei.

 

 

Auto vor dem Hotel ausgeräumt

Das ist schon eine böse Überraschung, wenn man am frühen Morgen den Parkplatz vor dem Hotel betritt und die Seitenscheibe des eigenen PKWs in tausend kleinen Splittern neben dem Fahrzeug liegen sieht.

 

Im konkreten Fall traf es einen Holländer, dessen Koffer und Taschen aus dem Kofferraum und dessen mobiles Navigationsgerät aus dem Fond des Fahrzeugs entwendet wurden. »Diebstahl aus Pkw« lautet die nüchterne Bezeichnung, mit der solche Delikte bei der Kripo erfasst werden.

Und genau so etwas passiert in letzter Zeit immer häufiger. Eine Tätergruppe geht professionell vor und hat es überwiegend auf Navigationssysteme und das Gepäck aus dem Kofferraum abgesehen.

Ihre bevorzugten Tatorte befinden sich an Raststätten und vor autobahnnahen Hotels, in denen

Fernreisende meist nur für eine Nacht Halt machen. Sie spekulieren bewusst darauf, dass die Urlauber für den kurzen Zwischenstopp nur das Nötigste aus dem Fahrzeug mit ins Hotel nehmen. So bleibt für die Diebe meist eine lohnende Beute zurück. Die Nähe zur Autobahn garantiert den Einbrechern eine schnelle Fluchtmöglichkeit.

Ganz ausschließen kann man so einen Einbruch nicht, aber wenn Sie Ihre Sachen – auch wenn es für eine Nacht etwas mühsam ist – mit ins Hotelzimmer nehmen, sparen Sie sich viel Ärger. In den meisten Fällen schlagen die Täter eine Seitenscheibe des Fahrzeuges ein, beugen sich hindurch und bauen das Navi aus, ohne die Tür zu öffnen. In einigen Fällen haben sie durch das zerstörte hintere Seitenfenster gegriffen, die Rückenlehnen nach vorn gekippt und so aus dem Kofferraum das Gepäck geangelt. Eine standardmäßige Alarmanlage schlägt nicht an, weil sie nur beim Öffnen einer der Türen, der Motorhaube oder des Kofferraumes reagiert.

Wer es Pkw-Einbrechern schwer machen will, der sollte sich eine Alarmanlage mit Ultraschall-Innenraumüberwachung installieren lassen. Die reagiert schon beim Einschlagen der Scheibe und treibt so manch einen Einbrecher in die Flucht.

 

Kaution für den verhafteten Sohn

Norbert Schmittbauer (Name geändert) verbrachte seinen letzten Urlaubstag in der Dominikanischen Republik.

 

Da ihn ein Schild in der Bar am Strand in großen Lettern darauf hinwies, dass man hier »günstig nach Hause telefonieren« könne, nahm er die Gelegenheit wahr, seiner Mutter in Deutschland seinen Ankunftstermin in der Heimat mitzuteilen. Der schlitzohrige Barkeeper holte sich per Wahlwiederholung die deutsche Telefonnummer und vermachte sie gegen ein paar Dollar, wie schon in anderen Fällen zuvor, einem dort ansässigen Deutschen. Der wiederum hatte ein ausgesprochen gestörtes Verhältnis zu Recht und Ordnung und verfolgte einen perfiden Plan. Er rief kurzerhand bei der Mutter des Urlaubers an, erklärte, dass er vom deutschen Konsulat sei und ihr mitteilen müsse, dass der liebe Sohn wegen eines schuldhaft verursachten Verkehrsunfalls im Gefängnis säße. Um eine rechtzeitige Rückkehr zu gewährleisten, müsse eine Kaution von 1.750 Euro gezahlt werden. Als vermeintlicher Konsulatsmitarbeiter bat er die völlig verstörte Mutter um Übersendung dieses Betrages per Western Union an einen Herrn Manuel Rodrigues in Santo Domingo, der diese Rechtsangelegenheit im Auftrag des Konsulates erledigen würde. Als sie das Geld bei einer Zweigstelle der Western Union eingezahlt hatte, war es auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

Sie sollten sich merken, dass sofort zu erledigende Geldforderungen meist einen unseriösen Hintergrund haben. Hier hätte ein Anruf im Auswärtigen Amt oder bei der Polizei das Defizit auf dem Konto der besorgten Mutter verhindern können.

 

 

Abzocke von Trauernden

Nicht einmal vor trauernden Hinterbliebenen machte der Geschäftssinn eines Unternehmers halt.

 

Familien, die einen Todesfall zu beklagen hatten, bekamen von einer Firma einen bereits ausgefüllten Überweisungsbeleg über 345 Euro für die Registrierung in ein sogenanntes privates Sterbeverzeichnis der Bundesrepublik.

Nun bräuchte man einfach nichts zu überweisen, und alles wäre gut. Die cleveren Geschäftsleute haben allerdings das dazugehörige Schreiben, auf dem sich auch eine Kopie der von den Angehörigen in der Zeitung veröffentlichten Todesanzeige befand, so verfasst, dass den Hinterbliebenen suggeriert wird, es handele sich um eine offizielle behördliche Forderung im Rahmen der finanziellen Aufwendungen, die stets mit Todesfällen verbunden sind. Das führte dazu, dass viele zwar mit einem Zähneknirschen aber im Glauben es sei eine rechtmäßig erhobene Gebühr, zahlten.

Generell gilt: Nehmen Sie bei derartigen Schreiben das Kleingedruckte genau unter die Lupe, dann klärt sich häufig alles auf. Geben Sie den Firmennamen oder die Überschrift des Anschreibens, kombiniert mit dem Wort – BETRUG- bei Google ein. Häufig finden Sie hier Warnmeldungen zur jeweiligen Masche. Sollten Sie genau dieses Schreiben bekommen haben, dann erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

 

Abbuchung trotz Kontosperrung

Im Gedränge einer Einkaufspassage wurde Herrn Lutz das Portemonnaie samt EC-Karte gestohlen. Obwohl er die Karte etwa eine Stunde später bei seiner Bank sperren ließ, wurde mit der Karte in den Folgetagen mehrfach eingekauft. Wie kann das passieren?

 

EC-Karten ziehen Taschendiebe magisch an. Die Täter plündern die Konten ihrer Opfer am EC-Automaten möglichst schnell, sofern sie die PIN kennen, sie erspäht haben oder auf einem Zettel notiert finden. Sie kaufen aber auch in Geschäften mit der Karte ein.

Sperren Sie die Karte über die zentrale Sperrnummer oder direkt über Ihre Bank, dann ist es dem Täter zumindest nicht mehr möglich, von einem Geldautomaten auf Ihr Konto zuzugreifen. Hat der Täter Geld abgehoben, bevor die Sperrung veranlasst wurde, ist das Geld meist verloren. Anders verhält es sich, wenn der Täter mit Ihrer Karte per Lastschriftverfahren, das heißt gegen Unterschrift einkauft. Die Verkaufsstellen, die mit diesem Lastschriftverfahren arbeiten, sind nicht direkt mit den Banken verbunden und haben deshalb keine Kenntnis von der Sperrung Ihrer EC-Karte. Der Täter benutzt sie und fälscht zudem Ihre Unterschrift. Wenn das Verkaufspersonal die Unterschrift nicht ausreichend prüft oder als Legitimation den Ausweis des Käufers verlangt, stehen die Chancen für ihn gut, unentdeckt auf Ihre Kosten einzukaufen.

Sie sollten bei Verlust oder Diebstahl der EC-Karte umgehend die telefonische Sperrung über die Sperrnummer 116 116 veranlassen und Ihre Bank informieren. Wurde Geld abgehoben oder mit Ihrer Karte eingekauft, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Ob Sie zu Unrecht abgehobenes Geld ersetzt bekommen, hängt davon ab, ob Sie grob fahrlässig mit der Karte oder Ihrer PIN umgegangen sind.

 

 

Der bertügerische Radwanderer

Man sagt ihnen Sportsgeist und Fairness nach, den naturverbundenen Radlern, die sich den überwiegenden Teil ihrer Freizeit auf den Straßen abstrampeln.

 

Dass es unter ihnen auch einige gibt, die ihre sportliche Veranlagung mit krimineller Energie kombinieren, zeigte der Fall eines 23jährigen. Fast durch ganz Deutschland ist er geradelt, und immer wenn er müde wurde, suchte er sich ein Hotel oder eine Pension, in der er sich für zwei bis drei Tage einmietete. Essen und Getränke ließ er auf die Zimmerrechnung schreiben und das Zimmertelefon nutzte er in den Nachtstunden zu ausgiebigen Gesprächen mit Damen, die schlüpfrige Sachen über eine 0900er-Nummer säuselten.  Einen Tag vor seiner geplanten Abreise machte er sich regelmäßig aus dem Staub und ließ die Hotels jeweils auf der offenen Rechnung sitzen.

Sage und schreibe 160 mal ist ihm das gelungen! In der Folge aber wurde ein Pensionsinhaber misstrauisch, weil er im Radio eine Warnmeldung vor genau diesem Betrüger und seiner fiesen Masche gehört hatte.

Ein Anruf bei der Polizei genügte, und die nächste Fahrt des Gastes erfolgte in einem Polizeiauto. Mittlerweile genießt der Radler eine Unterkunft, die er nicht ohne weiteres verlassen kann. Die Verpflegung und der Service sind auch nicht das, was er bisher gewohnt war, und Telefonate mit den ihm so vertrauten Damen gibt es schon gar nicht. Strafvollzugsanstalten sind eben keine Ferienhotels.

Bei Hotels und Pensionen ist zwar immer der Gast „König“, es zahlt sich aber aus, wenn man die Personalien auf dem Anmeldeformular mit dem Personalausweis des Besuchers vergleicht.

 

Nicht leichtfertig Geld verleihen

Ich will es mal so sagen: Wenn die junge Frau, von der ich Ihnen berichte, bei einer Versicherung arbeiten würde, …

 

… dann hätte sie mit Abstand die höchste Quote an abgeschlossenen Verträgen. Aber was macht diese Frau mit ihrer gottgewollten Gabe, Leute zu überreden Geld lockerzumachen? Sie begibt sich auf die schiefe Bahn und betrügt ohne Ende.

Ihr Einzugsgebiet erstreckt sich von der Schweiz bis nach Deutschland und die Opfer sind gestandene Menschen mittleren Alters genauso wie Rentner. Vielleicht half ihr bei ihrem schändlichen Tun auch ihr gutes Aussehen. Von allen Geprellten wurde sie als attraktive Mittdreißigerin mit langem schwarzen Haar und einer super Figur beschrieben.

Auf der Straße, in Einkaufszentren, Restaurants und Cafés sprach sie Personen an, spiegelte eine akute Notlage vor und bat um eine finanzielle Unterstützung. Da war die Rede von Mietschulden und der Drohung, sie würde mit ihren drei Kindern auf die Straße gesetzt werden, von einem Pfändungsbescheid, der – durch ihren geschiedenen Mann verursacht

– sie vor die Alternative setzte, zu bezahlen oder ins Gefängnis zu wandern, oder von einer dringenden Operation ihres Kindes. Bei einigen ihrer Opfer hielt der Kontakt über mehrere Tage, bis sie endlich bares Geld sah. Umgerechnet flossen insgesamt gut 114.000 Euro in ihre Tasche. Vor dieser zweifelhaften Erfolgsquote muss ich neidlos den Hut ziehen.

Ihnen kann ich nur empfehlen, sich die Leute, denen Sie finanziell helfen wollen, gut anzuschauen. Bevor Sie tief ins Portemonnaie greifen um zu helfen, sollten Sie sich die Personalien des Geldempfängers vom Personalausweis notieren und unbedingt einen Schuldschein unterschreiben lassen. Und bitte – das geht besonders an die Herren – behalten Sie einen klaren Kopf und hoffen Sie nicht auf besondere Zuwendungen solcher Damen. Nicht hinter jeder attraktiven Fassade verbirgt sich auch ein edelmütiger Kern.

 

 

Falsche Warnmeldungen – Corona

Krisenzeiten geben immer Anlass für Spekulationen und Panikmache. Zur Zeit landet in den Mailbriefkästen vieler User folgende Meldung:

 

WARNUNG! Es gehen teilweise Leute von Tür zu Tür, um vermeintlich Schutzmasken, im Namen der örtlichen Gemeindeverwaltung zu verteilen. Dabei wird man gebeten, die Masken anzulegen, um zu sehen, ob diese auch passen. Jedoch wurde der Mundschutz vorher mit Chemikalien besprüht, sodass man außer Gefecht gesetzt werden kann, um in der Folge bestohlen zu werden!“

Hört sich schlimm an, ist aber kein Grund zur Beunruhigung. Der Polizei sind keine derartigen Sachverhalte bekannt. Die geschilderte Geschichte ist frei erfunden und reiht sich ein in die Liste der modernen Sagen, auch „Großstadt Geschichten“ genannt. Vermeintlich wahre, spektakuläre Stories werden tausendfach als Kettenbrief per Mail versandt und verunsichern so zu unrecht viele Menschen.

Ähnliche Meldungen berichteten von drogengetränkten Visitenkarten, die auf Supermarktparkplätzen in der Seitenscheibe Ihres Autos stecken oder an Tankstellen verteilt werden, von HIV infizierten Spritzenkanülen die in Kinositzen stecken oder von Rauschgift getränkten Aufklebern, die von Drogendealern vor Kindergärten und Grundschulen an Kinder verschenkt werden.

Alles kein Grund in Panik zu verfallen, weil die Geschichten von vorn bis hinten erfunden sind.

Sie sollten diese und andere Meldungen, die unbekannter Herkunft sind und deren Wahrheitsgehalt nicht überprüft werden kann, nicht weiter leiten. Schieben Sie derartige Mails einfach in den Papierkorb. Tauchen tatsächliche akute Gefahren auf, werden Sie in den öffentlichen Medien darüber informiert.

 

Kredithaie auf Hausbesuch

„Brauchen Sie Geld? Entscheidung in 24 Stunden, ohne lästige Bankgespräche gleich aufs Konto“, so lautete der Text einer Werbeannonce, mit der ein Finanzbüro Kreditsuchende ansprach.

 

Interessenten bekamen auch prompt von einem Außendienstmitarbeiter Besuch. Der schilderte die Aussichten für eine Kreditvermittlung in den rosigsten Tönen und ließ die Geldsuchenden mehrere Schriftstücke unterschreiben, darunter eine sogenannte „Wirtschaftsanalyse“, die angeblich für die Kreditvermittlung notwendig sei. Das gute Stück allein kostete mehrere einhundert Euro. Betroffenen, die sich nach dem Geschäft in der Verbraucherzentrale erkundigten, wurde erklärt, dass dieses Pamphlet völlig wertlos sei.

Offensichtlich war die Kreditvermittlung, zu der es nach meinen Erkenntnissen nie kam, völlig nebensächlich. Bei den Kundengeschäften ging es einzig und allein um den Verkauf der teuren „Wirtschaftsanalyse“.

Wenn Ihre Hausbank einen Kredit ablehnt, dann ist ein Darlehn bei einem privaten Kreditvermittler immer ein unkalkulierbares Risiko.

Das sollten Sie wissen:

  • Unseriöse Vermittler versprechen vermeintlich schnelle und unbürokratische Hilfe.
  • Sie vergeben selber keine Kredite, reichen Anfragen lediglich an Banken weiter, was die Kosten erhöht – falls überhaupt einer gewährt wird.
  • Vertrauenerweckende Namen oder Verweise auf Mitgliedschaft in Verbänden sind kein Grund zu blindem Vertrauen.
  • Anspruch auf Vergütung besteht nur, wenn ein Darlehen tatsächlich genehmigt und ausgezahlt wurde.
  • Erstattung von „Auslagen“ sind nur berechtigt, wenn diese im Zusammenhang mit der Kreditvermittlung tatsächlich entstanden sind. Kosten für Hausbesuch gehören nicht dazu.
  • Wenden Sie sich im Zweifelsfall an die Verbraucherzentrale oder schon im Vorfeld an eine Schuldnerberatungsstelle.
  • Wurden Sie Opfer eines Betruges, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

 

 

Falsche Mitarbeiter vom Gesundheitsamt – Corona

Jetzt klingeln sie sogar an der Haustür, die Betrüger, die mit der Corona-Krise ihre Chance sehen, ahnungslose Mitmenschen um ihr Gut und Geld zu bringen.

 

Ausgestattet mit Mundschutz und Gummihandschuhen stellen sie sich als Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde oder des DRK vor und behaupten, dass sie beauftragt sind die Bürgerinnen und Bürgern zu Hause auf das Coronavirus zu testen. Wer diese Leute ins Haus lässt wird nie erfahren, ob er infiziert ist. Dafür wird er nach dem Besuch der vermeintlichen Tester feststellen, dass dies und das aus der Wohnung fehlt.

Mir sind bisher in Sachsen-Anhalt keine Fälle bekannt, bei denen die Betrüger ins Haus gelassen wurden – und das sollte so bleiben.

Sie sollten wissen, dass echte Mitarbeiter von Gesundheitsämtern keine Tests zu Hause durchführen. Unabhängig davon empfehle ich Ihnen immer erst durch ein Fenster oder den Türspion zu schauen, wer da bei Ihnen klingelt. Behauptet jemand einen Coronavirustest durchführen zu müssen, rufen Sie die Polizei über 110 an, bevor sie die Fremden ins Haus lassen.

Falsche Mitarbeiter vom Amt, falsche Polizisten, Handwerker, Versicherungsvertreter u.s.w. können Sie leicht erkennen, wenn Sie sich deren Dienst- oder Betriebsausweis zeigen lassen, das Foto mit der Person vergleichen, die da vor Ihnen steht und sich den Namen merken.

Weil diese Dokumente gefälscht sein können, bitten Sie den Besucher Ihnen zum Namensvergleich seinen Führerschein den oder Personalausweis zu zeigen … oder sie sagen einfach, dass Sie erst einmal ein Foto von dem Besucher und seinem Ausweis machen wollen.

Sie werden sehen, wie schnell sich da die Falschen aus dem Staub machen – und das ist dann ein Grund die 110 anzurufen.

 

Neuer Enkeltrick mit Coronavirus

Betrüger finden immer wieder neue Legenden, um ihren Opfern Geld abzuknöpfen, deshalb ist es nicht verwunderlich, dass der erste Betrugsversuch im Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt wurde.

 

Betroffen war eine Frau aus dem Brandenburgischen. Wir haben zwar aktuell in Sachsen-Anhalt noch keinen bestätigten Corona-Fall aber genau so gut wie das Virus uns ereilen kann, kann auch die Betrugsmasche in unserem Land auftauchen. In beiden Fällen ist Prävention angebracht.

Bei dem bekannten Fall hat sich bei einer Rentnerin telefonisch ein Mann als angeblicher Enkel gemeldet. Er teilte seiner „Oma“ mit, dass er am Coronavirus erkrankt sei und für die Behandlung dringend 20.000 € benötige. Die Frau erkannte die betrügerische Masche des Anrufers, legte auf und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Sie sollten wissen, dass lebensnotwendige ärztliche Behandlungen in Deutschland für die Patienten grundsätzlich ohne vorherige finanzielle Gegenleistung gewährt werden. Lassen Sie sich nicht zu Zahlungen jeglicher Art, für welche Zwecke auch immer, drängen.

Bei Anrufen von vermeintlichen Bekannten oder Verwandten, die mit Geldforderungen verbunden sind, sollten Sie den Betreffenden immer über eine Ihnen bekannte Telefonnummer zurückrufen oder mit anderen Personen über das Ereignis sprechen. Geben Sie nie Geld an Ihnen nicht bekannte Personen. Informieren Sie bei Betrugsversuchen unbedingt die Polizei.

 

 

Millionen für den guten Zweck?

Weihnachten ist die Zeit, in der wir alle besonders mildtätig und spendenfreudig sind. Deshalb glaubt so manch einer auch gern, dass besonders betuchte Fremde gerade ihn an ihrem Reichtum teilhaben lassen wollen.

 

Zur Zeit kursiert eine Mail, in der eine angebliche Marie Rosa Malachi nach einer hilfreichen, freundlichen Person sucht, die ihr Vermächtnis erfüllt. Die vom Schicksaal gebeutelte Frau Malachi schildert, dass nach dem Tod ihres Ehemannes ihr einziges Kind, der Erbe ihrer „zahlreichen Reichtümer“ verstorben ist. Da dies noch nicht genug Leid ist, setzt die Bedauernswerte noch einen drauf und teilt mit, dass sie an Krebs erkrankt sei und nur noch sechs Wochen zu leben habe. Ihr bisheriger Lebensinhalt, durch zahlreiche Spenden den Bedürftigen dieser Welt zu helfen, stehe nun vor dem Aus. Für ihr Ansinnen, ihren Reichtum weiterhin für die Armen und Notleidenden einzusetzen, suche sie einen liebenswerten Menschen, der diese Aufgabe für sie übernehme. Dafür würde sie 15,5 Millionen Dollar überweisen. Die einzige Bedingung: der Empfänger müsste eine Wohltätigkeitsstiftung auf den Namen ihres Mannes einrichten und das eingehende Geld sinnvoll einsetzen. Ach ja, da war noch etwas: 40% darf der potentielle Helfer für sich behalten …

Ich hoffe, dass keiner von Ihnen auf die Bitte der „Multimillionärin“ eingegangen ist. Wer sich darauf einlässt, der wird aufgefordert, ein extra Konto für den Geldtransfer einzurichten und die Kontodaten (nebst Zugangscode) zu übermitteln. Das allein ermöglicht dem Mailschreiber schon Geld in der Höhe des Überziehungskredites abzuzweigen. In der Regel geht das Spiel aber noch weiter. Für den angeblichen Geldtransfer werden Gebühren verlangt, um die Gemeinnützigkeit zu garantieren sind Vorauszahlungen für ein Zertifikat erforderlich, um grenzüberschreitende „Spenden“ in dieser höhe zu realisieren muss Geld in einen Sonderfond eingezahlt werden, und … und … und schon ist der Hoffnungsschwangere einige Tausend Euro los, bevor er bemerkt, dass er Opfer einer üblen Betrugsmasche geworden ist.

Reagieren Sie nicht auf eine derartige Mail. Öffnen Sie keine Anhänge, legen Sie die Mail in den Spam-Ordner und löschen Sie dann die Nachricht. Wer allerdings schon Geld investiert hat, sollte eine Anzeige bei der Polizei erstatten.

 

 

 

Im nachfolgenden Bereich finden Sie eine Auflistung der Artikel vergangener Jahre und gelangen über den darunter befindlichen Button zu den einzelnen Beiträgen.

 

Artikel 2019

 

84. Wanderhandwerker zocken ab

83. Das Zentrum für Scheckbuchungen

63 Trickdiebe in weißen Kitteln

82. Die Kette für die Geburtstagstorte

81. Dreiecksbetrug aud eBay

80. Betrug mit Arbeitsvermittlung

79. Falsche Bußgeldbescheide

78. Betrüger schröpfen Ärzte

77. Der Münzen-Trick

76. Gestohlenes Auto gerkauft

75. Schnäppchenfalle im Internet

74. Paket für den Nachbarn

73. Der richtige Schließzylinder

72. Sexartikel für den Verstorbenen

71. Vorsicht beim Parkscheinlösen

 

Artikel 2018

 

 

70. Kontaktbörse mit bösen Folgen

69. Trickdiebe auf Supermarktparkplätzen

68. Zur Geheimhaltung verpflichtet

67. Gefahr an der Wohnungstür

66. Betrugsmail von Online Pay

65. Mit Funk-Kreditkarte eingekauft

64. Erpressung per Mail

63 Trickdiebe in weißen Kitteln

62. Nepp mit Messern und Topfsets

61. Die Gewinnmitteilung aus Australien

60. Unverhofftes Lottoglück

59. Vorsicht Falschgeld

58. Vorsicht bei Lock- und Pinganrufen

57. Schlüsselcode gehackt

56. Falsche Spendensammler

55. Ihr Aktfoto online

54. Diebische Handwerker

53. Der richtige Fenstergriff

52. Der Feststellungs-Bescheid

51. Post von der Hellseherin

 

Artikel 2017

 

 

50. Manipulierte Geldautomaten

49. Betrugsmasche am Telefon

48. Das Konto für den Nebenjob

47. Vorsicht Handy-Nepp

46. Diebe im Fitnesstudio

45. Undercover-Agent

44. Der Anruf von der Telekom

43. Der große Lottogewinn

42. Trickdiebe auf der Autobahn

41. Betrügerische Wanderarbeiter

40. Der Staubsaugervertreter

39. Unverhofftes Lottoglück

38. Der Geldvermehrer

37 Der Geldwechseltrick

36. E-Mail über Steuerrückerstattung

35. Homejacking

34. Überzeichneter Verrechnungsscheck

33. Betrügerische Teppichhändler

32. Die Mail vom BKA

31. Die Masche mit der PIN

30. Betrug mit der Liebe im Netz

 

Artikel 2016

 

 

28. Taschendiebe in Aktion

27. Abzocke mit Behindertenware

26. Kleine Läden im Visier

25. Schlagen Sie Alarm

24. Und plötzlich war das Auto weg

23. Das Paket für den Nachbarn

22. Dachdeckerkolonnen zocken ab

21. Tatort Friedhof

20. Falschgeld im Umlauf

19. So sichern Sie Ihr Navi

18. Falsche Polizisten

17. Einschleichdiebe

16. Falscher Polizist am Telefon

15. Der Job als Verkaufsmanager

14. Der Trick mit dem Zentralen Gewerberegister

13. Betrügereien über falsche Onlineshops

12. Trickdiebe in der Wohnung

11. Kleine Spende großer Schaden

10. Diebstahl aus Einkaufswagen

9. Lautlos durch die Terrassentür

8. Abzocke über DHL-Packstationen

7. Einbrüche in Gartenlauben

6. Knallerei zum Jahreswechsel

5. Die Spendenfalle

4. Langfinger auf dem Weihnachtsmarkt

3. Kennzeichenklau

2. Verhängnisvolle Anrufe

1. Betrügerische Fahrzeuganbieter